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auf der seite von simon – kucher & partners, der führenden marketing unternehmensberatung in deutschland habe ich einen mehr oder weniger witzigen beitrag im jahresbericht des unternehmens entdeckt. so scheint man im china das „konzept“ der produkt- und markenpiraterie nun auch auf dienstleistungen übertragen zu wollen. so schreibt professor dr. hermann simon, ceo von simon – kucher & partners, auf der homepage des unternehmens:
„es gäbe auch formen der anerkennung, auf die er gerne verzichten würde, berichtet simon. so trete in china ein berater unter dem namen simon-kucher auf, benutze das logo und die chinesische homepage-adresse und gebe sich als das ansässige büro des unternehmens aus. derzeit sei man dabei, diesen missbrauch abzustellen. einfach sei das nicht. >doch die weitere globalisierung von simon-kucher wird durch solche hürden nicht aufgehalten<, betont simon.“
bislang wusste ich nicht, dass sich auch dienstleister, wie z.b. unternehmensberater, vor chinesischen fälschern in acht nehmen müssten. aber dies scheint jetzt auch der fall zu sein.
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das mckinsey bto richtet vom 13.–16. märz den „horizon 3.0“ workshop in dubai aus. der interdisziplinäre und internationale workshop richtet sich an hervorragende studenten und doktoranden verschiedener fachrichtungen. in internationalen team erarbeitete man lösungsvorschläge für beratungssituationen und lernt dabei die methoden von mckinsey kennen. bewerbungsschluss ist der 10. februar 2008. mehr infos zum workshop findet man hier.
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motiviert durch diesen tollen bericht „weingut sucht strategie“ (so toll sollen meine blogeinträge auch mal werden) von thomas (der herr traut sich wohl nicht seinen ganze namen anzugeben) bei e-fellows.net (übrigens geschäftspartner von mckinsey) ging ich auf die jagt nach etwas mehr autentität. im web habe ich einen interessanten und auch kritischen wdr monitor beitrag mit dem titel „Traumjob Berater – Schein und Alltag einer Erfolgsbranche“ von julia friedrichs und markus zeidler über mckinsey & company gefunden. der beitrag handel von der mckinsey euroacademy 2005 (motto: passion wanted – scheint es wohl auch dieses jahr zu geben, sogar mit joschka fischer – der macht wohl auch alles für geld außer polizisten vermöbeln ), einem segelturn auf einer yacht in griechenland. er ist zugegeben schon etwas älter, aber trotzdem sehr gut. unter anderem werden 67.000 euro plus auto als einstiegsgehalt genannt. in der zeit gibt es einen weiteren artikel „mckinsey und ich“ von julia friedrichs zum gleichten thema.
im monitor wird unter anderem eine dvd angesprochen die den teilnehmern geschenkt wird. die gesamte dvd gibt es zweiteilig als teil 1 und teil 2 eines amüsanten videos mit tollem soundtrack online bei unseren freunden von youtube. da ist mckinsey nur zu beglückwünschen. viel spass beim gucken!
wie man zum artikel und auch zum video steht muss jeder letztendlich selber wissen. ich versuche mich heute mal nicht als moralapostel oder spielverderber. eines weiß ich aber ganz sicher: mir wäre es ziemlich peinlich, wenn ein solches video von mir bei youtube kursieren würde.
Kategorien: consulting · mckinsey
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ein anderes beliebtes mittel der beratungsunternehmen um neue talente zu rekrutieren, ist es vorträge an hochschulen zu interessanten themen zu halten. so wurde ich auch auf einen vortrag von mckinsey & company über business technology im mittleren osten aufmerksam. so meldete ich mich kurzerhand formlos (kein anschreiben, kein cv, keine noten) per email bei der personal-susi (alle personalerinnen heißen susanne) im mckinsey-büro an. wie es sich gehört bekam ich dann auch nach drei tagen ein bestätigung der anmeldung. das event selber wurde nicht von mckinsey selbst veranstaltet sondern von mckinsey bto – das ist das business technology office von mckinsey das sich mit strategischen it und technologiefragen beschäftigt. am abend des events trafen man sich im hörsal wo die mckinseys dann einen ca. einstündigen, interessanten vortrag in sachlich-neutraler mckinsey-art über mckinsey, dubai und smart cities hielten. gezeigt wurde auch ein video. die hatten entweder an unserer uni oder im umland studiert, oder waren im bto in dubai angestellt. über mckinsey erzählte die consultants den üblichen berater blues: tolles unternehmen, tolle unternehmenskultur, tolle werte, generell alles toll. man verkniff es sich natürlich nicht mit dem ellenbogen richtung accenture und das thema implementierung auszuteilen. im anschluss an den vortrag stellten dann die ca. 20 anwesenden personen munter fragen zu dubai, den islam, landeskultur, internationalisierung und globalisierung, mckinsey, und das bto selbst.
nach dem event luden die mckinseys dann „nach gutem islamischen brauch“ auf ein bier in eine nahegelegene gaststätte ein. wo dann noch zeit blieb sich besser kennen zu lernen und ein paar frage zu stellen. wer mochte konnte auch noch auf kosten des unternehmens eine kleinigkeit zu sich nehmen. die berater boten einem schnell das „du“ an und man kam ins gespräch. so erfuhr man dann mehr über mckinsey und das bto und das recruiting. die mckinsey waren aber auch darauf aus herauszufinden ob man zum unternehmen passt so wurden dann auch gezielt nach studienleistungen, auslandsaufenthalten etc. gefragt. das ermunterte natürlich einige studenten sich selbst zu beweihräuchern indem sie ihren lebenslauf anzupriesen und den beratern ihre eigenen visitenkraten in die hände drückten. schön! interessant war es zu erfahren, dass nach angaben der berater, mckinsey wohl das unternehmen ist, dass bei der einstellung am wenigsten auf das anschreiben achtet. es zählt nur der lebenslauf und der muss top und weit über durchschnitt sein. es wurde mehrere male betont, dass die noten erstklassig sein müssen und man einen auslandsaufenthalte und industriepraktika gemacht haben sollte. zudem ist es beim recruiting von vorteil, wenn man etwas außergewöhnliches geleistet hat, was einen selbst in den augen der recruiter interessant machet: z.B. mit dem kanu in 30 tagen durch die sahara gepaddelt, oder barfuss den mt. everest bestiegen hat. beiseite gelegt wurde der ebenfalls der mythos, dass ein mckinsey nur ein jahr zur promotion braucht. die meisten berater nehmen sich zwei bis zweieinhalb jahre zeit. davon wird dann aber ein jahr von dem unternehmen das volle gehalt bezahlt. den rest muss man dann vom ersparten leben.
auch wenn die veranstaltung erst recht spät begann und deshalb auch recht spät endete war es ein sehr interessanter abend mit den mckinsey beratern der aufschluss über einige fragen gab. das unternehmen präsentierte sich gewohnt sehr professionel und elitär. was recht schnell klar wurde ist, das mckinsey nur die besten haben möchte. fazit für mich: man kann sich ja mal bewerben!
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wie andere unternehmensberatungen ist auch capgemini deutschland stets bemüht junge talente (wie mich) für das unternehmen zu werben. also ließ man sich nicht lumpen und lud potentielle kandidaten ins beste fünf sterne hotel der stadt zu einem workshop ein. die auswahl geeigneter bewerber übernahme die ortsansäßige bonding. man schickte ein anschreiben (ohne lebenslauf) ein und bonding entschieden ob man dann zur veranstaltung eingeladen wird. so traf sich dann ein bunter haufen von ingenieuren, physikern, chemikern, kowis, betriebswirten und anderen studentengesindel im luxushotel ein. da das auswahlverfahren nicht gut durchdacht war, ist es nicht verwunderlich, dass es auch der ein oder andere „fisch“ zum nachmittag mit der beratung geschafft hat. so hat es bei manch einem teilnehmer ganz offensichtlich nicht nur an dem richtigen outfit, der nötigen kompetenz, reife, und feingefühl mangeln – sonder auch an den tischmanieren. dies gipfelte in einer fressorgie am buffet und einer excessiven anbiederei um visitenkarten. originalton: „tschuldigung… ist dat hier eigentlich ne recruitingveranstaltung, oder was? – wann kriegen wir die visitenkraten?“ – peinlich! schier unglaublich waren auch die fragen mit denen mancher teilnehmer die berater, einen manager und consultant, bombardiert hat. ebenfalls auffällig bei machen bewerben ist das zum teil unsoziale verhalten in den gruppenarbeiten. so wird versucht sich um jeden preis in den vordergrund zu drücken und die meinung der anderen grundlegend zu torpedieren so richtig sie auch sein mag. mit solchen leuten möchte man dann aber auch nicht auf projekt arbeiten. sowas ein verhalten sehen natürlich auch die berater und vermerken solche leute als nicht teamfähig. erschreckend auch das verhalten in feedbackgesprächen: „mit meinen kommilitonen, hätte ich den case hier viel schneller und ohne probleme gelöst!“. si tacuisses. da mag sich jetzt jeder seinen teil denken wie sehr einen solch ein spruch für eine unternehmensberatung qualifiziert bei der die teams zumeist studienfächerübergreifend zusammengesetzt sind (siehe hierzu auch harvard business review dezember 2007 – „the best advice i ever got“ von hans-paul brückner – ceo the boston consulting group)
jetzt aber zu wesentlichen. die berater erzählten ein wenig über das unternehmen, seine werte, die organisation in drei teile und den bearatungsansatz „collaborative business experience„, also die enge zusammenarbeit mit dem kunden auf dem projekt. kann man aber alles auf der homepage des unternehmens nachlesen. außerdem wurde das hauseigene schloss bei paris angepriesen, dass als zentrum für fortbildungen genutzt wird. bei capgemini wird besonders wert darauf gelegt, dass die berater nur vier tage die woche beim kunden sind und den fünften tag im homeoffice oder büro arbeiten. der übliche berater blues also. nach meinen insiderinformationen zu folge soll ein berater bei capgemini 45.000 euro einstiegsgehalt verdienten (stand: dezember 2007). recht wenig also, bei einer schufterei von 50-60 stunden in der woche (nach angaben von capgemini) mehr zu einstiegsgehältern gibts bei mosworld. capgemini will in den nächsten jahren deutlich wachsen. also sind die chancen eingestellt zu werden gar nicht so schlecht. viel erfolg!
zum case: es handelte sich um einen internationsalisierungscase im diensleistungsbereich eines oem. das beispiel war vereinfachend einem echten projekt nachempfunden wie es capgemini beim kunden wirklich durchgeführt hat. zum einen sollte herausgefunden werden welche dienstleistungen ins ausland verlagert werden sollten, zum anderen wohin sie verlagert werden sollen. über den case will ich hier gar nicht mehr verraten. nur so viel sei gesagt: mit dem üblichen squeaker insider dossier für bewerber bei unternehmensberatungen ließ er sich nicht lösen. die teilnehmer wurden in zwei gruppen aufgeteilt, für den case gab es dann drei stunden bearbeitungszeit, die lösung wurden vor allen vorgetragen. hierbei versuchten es einiger egozentrische gruppenteilnehmer auch die arbeit von einzelpersonen innerhalb der eigenen gruppe zu torpedieren. kam nicht so gut an! anschließend wurde von den beartern die lösung des case präsentiert und ein gruppenfeedback gegeben.
alles in allem für mich ein gelungener tag. die beater waren nett und freundlich und beantworteten viele fragen. während der ganze veranstaltung gabe es kaffee, getränke und buffet. im anschluss gab es außerdem ein abendbuffet mit einem glas champagner. aufgefallen war mir, dass die berater uns während der ganzen veranstaltung oder dannach nicht das branchenübliche „du“ anboten. das hatten früher oder später alle beratungshäußer bei denen ich zu gast war gemacht. die berater wirkten distanziert, aber trotzdem sehr professionel. als kritikpunkt sei vermerkt, dass die auswahl der teilnehmer in zukunft etwas anders ablaufen sollte (siehe oben), damit einige in höhstem grade ungeeignete personen der veranstaltung fernbleiben.
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