[vOoDoOeCoN] voodoo economist 2008 a.d.

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„passion wanted“: mckinsey euroacademy

Januar 6, 2008 · 1 Kommentar

motiviert durch diesen tollen bericht „weingut sucht strategie“ (so toll sollen meine blogeinträge auch mal werden) von thomas (der herr traut sich wohl nicht seinen ganze namen anzugeben) bei e-fellows.net (übrigens geschäftspartner von mckinsey) ging ich auf die jagt nach etwas mehr autentität. im web habe ich einen interessanten und auch kritischen wdr monitor beitrag mit dem titel „Traumjob Berater – Schein und Alltag einer Erfolgsbranche“ von julia friedrichs und markus zeidler über mckinsey & company gefunden. der beitrag handel von der mckinsey euroacademy 2005 (motto: passion wanted – scheint es wohl auch dieses jahr zu geben, sogar mit joschka fischer – der macht wohl auch alles für geld außer polizisten vermöbeln ), einem segelturn auf einer yacht in griechenland. er ist zugegeben schon etwas älter, aber trotzdem sehr gut. unter anderem werden 67.000 euro plus auto als einstiegsgehalt genannt. in der zeit gibt es einen weiteren artikel „mckinsey und ich“ von julia friedrichs zum gleichten thema.

im monitor wird unter anderem eine dvd angesprochen die den teilnehmern geschenkt wird. die gesamte dvd gibt es zweiteilig als teil 1 und teil 2 eines amüsanten videos mit tollem soundtrack online bei unseren freunden von youtube. da ist mckinsey nur zu beglückwünschen. viel spass beim gucken!

wie man zum artikel und auch zum video steht muss jeder letztendlich selber wissen. ich versuche mich heute mal nicht als moralapostel oder spielverderber. eines weiß ich aber ganz sicher: mir wäre es ziemlich peinlich, wenn ein solches video von mir bei youtube kursieren würde.

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vortrag mckinsey bto

Dezember 27, 2007 · 1 Kommentar

ein anderes beliebtes mittel der beratungsunternehmen um neue talente zu rekrutieren, ist es vorträge an hochschulen zu interessanten themen zu halten. so wurde ich auch auf einen vortrag von mckinsey & company über business technology im mittleren osten aufmerksam. so meldete ich mich kurzerhand formlos (kein anschreiben, kein cv, keine noten) per email bei der personal-susi (alle personalerinnen heißen susanne) im mckinsey-büro an. wie es sich gehört bekam ich dann auch nach drei tagen ein bestätigung der anmeldung. das event selber wurde nicht von mckinsey selbst veranstaltet sondern von mckinsey bto – das ist das business technology office von mckinsey das sich mit strategischen it und technologiefragen beschäftigt. am abend des events trafen man sich im hörsal wo die mckinseys dann einen ca. einstündigen, interessanten vortrag in sachlich-neutraler mckinsey-art über mckinsey, dubai und smart cities hielten. gezeigt wurde auch ein video. die hatten entweder an unserer uni oder im umland studiert, oder waren im bto in dubai angestellt. über mckinsey erzählte die consultants den üblichen berater blues: tolles unternehmen, tolle unternehmenskultur, tolle werte, generell alles toll. man verkniff es sich natürlich nicht mit dem ellenbogen richtung accenture und das thema implementierung auszuteilen. im anschluss an den vortrag stellten dann die ca. 20 anwesenden personen munter fragen zu dubai, den islam, landeskultur, internationalisierung und globalisierung, mckinsey, und das bto selbst.

nach dem event luden die mckinseys dann „nach gutem islamischen brauch“ auf ein bier in eine nahegelegene gaststätte ein. wo dann noch zeit blieb sich besser kennen zu lernen und ein paar frage zu stellen. wer mochte konnte auch noch auf kosten des unternehmens eine kleinigkeit zu sich nehmen. die berater boten einem schnell das „du“ an und man kam ins gespräch. so erfuhr man dann mehr über mckinsey und das bto und das recruiting. die mckinsey waren aber auch darauf aus herauszufinden ob man zum unternehmen passt so wurden dann auch gezielt nach studienleistungen, auslandsaufenthalten etc. gefragt. das ermunterte natürlich einige studenten sich selbst zu beweihräuchern indem sie ihren lebenslauf anzupriesen und den beratern ihre eigenen visitenkraten in die hände drückten. schön! interessant war es zu erfahren, dass nach angaben der berater, mckinsey wohl das unternehmen ist, dass bei der einstellung am wenigsten auf das anschreiben achtet. es zählt nur der lebenslauf und der muss top und weit über durchschnitt sein. es wurde mehrere male betont, dass die noten erstklassig sein müssen und man einen auslandsaufenthalte und industriepraktika gemacht haben sollte. zudem ist es beim recruiting von vorteil, wenn man etwas außergewöhnliches geleistet hat, was einen selbst in den augen der recruiter interessant machet: z.B. mit dem kanu in 30 tagen durch die sahara gepaddelt, oder barfuss den mt. everest bestiegen hat. beiseite gelegt wurde der ebenfalls der mythos, dass ein mckinsey nur ein jahr zur promotion braucht. die meisten berater nehmen sich zwei bis zweieinhalb jahre zeit. davon wird dann aber ein jahr von dem unternehmen das volle gehalt bezahlt. den rest muss man dann vom ersparten leben.

auch wenn die veranstaltung erst recht spät begann und deshalb auch recht spät endete war es ein sehr interessanter abend mit den mckinsey beratern der aufschluss über einige fragen gab. das unternehmen präsentierte sich gewohnt sehr professionel und elitär. was recht schnell klar wurde ist, das mckinsey nur die besten haben möchte. fazit für mich: man kann sich ja mal bewerben!

Kategorien: consulting · mckinsey · vortrag
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